#17: Tokio Tag 1 - Tokio Tower
Mit einer guten Mütze Schlaf im Nacken haben wir uns auf den Weg gemacht, etwas zu essen zu suchen. Dafür sind wir einfach mal in Richtung des Tokio Towers gelaufen und haben ein kleines Café gefunden.
Der Kaffee war top und das Thunfisch-Sandwich konnte sich auch sehen lassen. Wobei, wenn man es jetzt nochmal auf Bildern anschaut, war es doch um einiges leckerer, als es aussieht. Einen kleinen Flashback zu unserer letzten großen Reise gab’s auch noch in Form eines Dick Bruna Buches.
Gestärkt liefen wir weiter und kamen noch bei dem Tempel Zojo-ji vorbei. Als wir das Gelände etwas erkundeten, wurden wir von einer Person herbeigewunken und gefragt, ob wir bei der Zeremonie dabei sein wollen. Wir haben das Angebot natürlich angenommen und eine kleine Erklärung bekommen, was gleich passieren wird.
Die kurze Version davon ist, dass man sich auf die Schienbeine setzt und dann vor sich im Takt auf eine Holztrommel (Mokugyo) schlägt, die auf einem kleinen netten Kissen liegt. Dabei sagt man dann immer “Namu Amida Butsu” mit den anderen dazu, um seinen Geist zu fokussieren. Wenn man das eine Weile macht, hat man wirklich ein wenig das Gefühl, irgendwo anders hin abzudriften.
Das war schon eine besondere Erfahrung und auch wirklich toll, mal die Religion nicht nur als statischen Tempel zu sehen, sondern auch bei einem Gebet so hautnah dabeizusein.
Nach diesem kleinen kulturellen Exkurs ging es weiter zum Turm. Er sah nebenan beim Tempel schon echt groß aus, aber wenn man davor steht, ist es wirklich nochmal eine ganze Ecke beeindruckender.
Nachdem wir entdeckt haben, dass man auch die Treppe zum Main Deck nehmen kann, dachten wir, warum nicht.
Am Eingang gab es sogar eine kleine nette Karte, auf der steht, dass man die Treppe genommen hat, und mit einem von 10 Motiven zum Sammeln, weil wir ja schließlich in Japan sind.
Auf dem Weg nach oben gab es auch ein paar Quizfragen, die zu einer kleinen Pause einladen. Insgesamt ging es auf jeden Fall schneller als wir dachten und das Hochlaufen war schon eine sehr coole Erfahrung. Vor allem aber weil man immer wieder die Stadt aus einer anderen Perspektive sieht und einem dabei immer etwas Wind über die Haut streichelt.
Der Ausblick vom Main Deck war schon mal vorzüglich.
Wir sind dann aber noch eine Plattform nach oben gegangen und dann war die Aussicht wirklich etwas surreal. So weit oben fühlt es sich an, als würde man eine Miniaturversion von Tokio anschauen.
Danach ging es über das Main Deck wieder zurück auf die Straße. Beim Heruntergehen sind uns dann auch noch ein paar Fenster auf dem Boden aufgefallen. Das ist schon auch immer eine wilde Erfahrung, da seinen Fuß draufzusetzen und der Scheibe zu vertrauen.
So viele Eindrücke muss man erst einmal verarbeiten.
Wie wäre es mit leckeren Ramen?
Danach ging es zum Kaiserpalast. Da man Tickets nur recht schwierig bekommt, wenn man nicht gerade 2 Monate davor bestellt, sind wir nur vorbeigelaufen.
Direkt ums Eck ist der Hauptbahnhof und dort gibt es angeblich einen Laden, der englische Manga verkauft. Also sind wir dort ein wenig durchs Viertel geschlendert, haben uns einen Kaffee gegönnt und uns eine coole Statue angeschaut.
Bei Mangas hat man irgendwie das gleiche Problem wie bei Büchern. Allein vom Cover kann man nicht wirklich entscheiden, was man lesen will. Klar, die meisten Mangas, die es ins Englische geschafft haben, sind bestimmt lesenswert, aber wir konnten uns trotzdem leider nicht für einen entscheiden. Und da es bei Mangas auch wirklich gute Apps gibt, mit denen man diese lesen kann, ohne einen dicken Schinken mitzuschleppen, hat dann leider die komfortable Option gewonnen (wie bei den Japanern auch, die in der Bahn oft in ihren Manga vertieft sind).
Zu guter Letzt sind wir dann noch etwas weiter geschlendert und haben Hunger bekommen. Was wir bisher noch gar nicht so richtig hatten, war Sushi. Etwas weiter in Shinbashi haben wir einen Standing Sushi Laden gefunden, der nicht aus mehr als einer Bar mit extrem viel unterschiedlichem Fisch hinter der Theke und ein paar Barhockern bestand. Eigentlich wollten wir nicht allzu viel essen, aber es war wirklich so lecker, dass wir uns einmal durchs Menü probieren mussten.





































