#15: Beppu

Nach einigen Tagen in der Nähe von Kumamoto ging es weiter in Richtung Osten. Nachdem wir ein paar Kilometer gefahren sind, gab es ein kleines Frühstück mit lecker Käffchen auf einem Hügel mit Blick zurück auf das Gebiet um Berg Aso. Der Blick über die Reisfelder in dieser Senke ist schon etwas Besonderes.

Gut gestärkt für den Tag folgten wir der Autobahn nach Beppu.

Die Höllen von Beppu waren dort unser Ziel des Tages. Hinter dem doch recht catchy Namen verbergen sich sieben heiße Quellen in unterschiedlichen Formen und Farben. Wenn man online nach Bildern sucht, sieht das schon sehr beeindruckend aus, weshalb wir auch vorbeigefahren sind, um selbst mal ein Auge drauf zu werfen.

Die erste Hölle hieß “Umi Jigoku”. Als wir die Eingangstore hinter uns gelassen haben, begrüßte uns ein großer See und in dessen Hintergrund hat man schon Wasserdampf aufsteigen gesehen.

Jedoch bevor wir dorthin gingen, kamen wir an einer kupferroten Nebenquelle vorbei. Die Bilder auf den Tickets haben uns damals schon verraten, dass es aufgrund der anderen Farbe nicht die Hauptattraktion ist.

Nachdem wir unsere erste Quelle ausgiebig betrachtet und abgelichtet haben, ging es weiter zum eigentlichen Star.

Natürlich durfte auch ein Schrein dort nicht fehlen.

Als wir wieder zur Pforte zur normalen Welt zurückkehrten, haben wir noch gesehen, dass man sich dort auch in Höllendampf gekochte Eier kaufen kann.

Direkt nebenan hat dann auch schon die zweite heiße Quelle auf uns gewartet. Diese war komplett anders als die erste.

Dort waren die Becken zwar nicht so groß wie die bei der ersten Quelle, aber dafür hat es überall in schönen Formen geblubbert.

Auch das Fußbad war hier wirklich sehr schön und einladend. Wir haben es schon in der ersten Quelle ausprobiert, weshalb wir hier nicht noch eine Pause machen wollten.

In der dritten Hölle wurden wir von einer Statue begrüßt und es wurde auch etwas “natürlicher”.

In der vierten Hölle war es tatsächlich eher traurig als schön. Es gab dort sehr viele Krokodile in unterschiedlich großen Gehegen. Die Tiere sahen teilweise ziemlich ramponiert aus und wir bekamen das Gefühl, den Ort wieder verlassen zu wollen.

Auch ein verwahrlostes Gebäude mit etwas Kunst hat diese Hölle nicht retten können.

Die fünfte Hölle war wieder etwas schöner und hatte einen schönen großen Pool in Grün.

Neben der Hölle gab es auch hier das ein oder andere Tier zu bestaunen, jedoch war deren Lebensraum, sagen wir mal, “etwas spärlich” eingerichtet.

In Hölle Nummer 6 begrüßte uns ein sehr hübsches Noren im Shop am Eingang. Auch eine kleine Miniatur-Hölle, die einen kleinen Einblick unter die Wasseroberfläche bietet, war dort zu finden.

Nach blau, grau, grün und Krokodil fehlt natürlich noch rot.

Bei der siebten Hölle wurden wir überrascht, denn es handelte sich mal nicht um einen bunten Teich, sondern um einen Geysir.
Das wäre natürlich noch etwas beeindruckender, wenn man das ganze Ausmaß sehen würde, aber er war mit einem Deckel versehen.

Es durfte natürlich auch viel gestempelt werden, aber das müssen wir wohl noch einmal üben…

Da wir noch etwas Zeit übrig hatten, sind wir noch kurz mit der Seilbahn auf den Berg Tsurumi gefahren.

Der Ausblick auf Beppu und das Meer war wunderbar.

Die Natur und Wolken haben sich an dem Tag für uns aber auch wirklich hübsch herausgeputzt.

Die letzte Fahrt des Tages ging dann am Berg Yufu vorbei nach Yufuin.

Für unsere letzte Nacht als größere Gruppe haben wir uns noch ein Ryokan mit Onsen gegönnt.

Das Abendessen war wirklich exzellent und der Ausblick fantastisch.

Und zu guter Letzt haben wir noch ein wenig im Onsen entspannt, bevor es Zeit fürs Bett war. Das Wasser war wirklich sehr (aber immer noch angenehm) warm und man hatte immer mal wieder das Bedürfnis, sich kalt abzuduschen.

(Wow ein Post der nicht mit Essen endet. Unglaublich!)

made with Svelte