#3: Kyoto Tag 2 - Tausend rote Torii
Den zweiten Tag in Kyoto ging es früh mit dem Zug Richtung Süden zum Fushimi Inari Taisha. Der Schrein ist für seine endlosen Tunnel aus roten Torii bekannt, die sich den Berg Inari hinaufschlängeln.
Die Torii wurden von Unternehmen und Einzelpersonen gespendet wobei eins je nach Größe und Ort wohl zwischen 2000 bis 13000 Euro kostet. Auf jedem Tor steht der Name des Spenders, sodass die ganze Strecke schon fast eine Art Werbefläche wird (zumindest für alle die den Text lesen können).
Weiter oben dünnt sich der Menschenstrom etwas aus denn die meisten schaffen es nur bis zur Hälfte. Oben hat man dann ab und an die Torii auch mal für sich was dem ganzen nochmal einen ganz anderen Charme gibt.
Oben gibt es neben den großen Torii-Wegen auch viele kleine Neben-Schreine, Steinlaternen und Fuchs-Statuen. Der Fuchs (Kitsune) gilt als Bote des Gottes Inari und ist überall auf dem Berg präsent.
Nach dem Abstieg ging es mit dem Zug zurück in die Innenstadt denn wir hatten mittlerweile etwas Hunger.
Da war es naheliegend auch mal den Nishiki Markt uns genauer anzuschauen. Das ist ein recht schmaler aber immerhin überdachter Markt voller Essensständen mitten in der Stadt. Wir waren aber wohl nicht die einzigen die auf der Suche nach Essen waren denn es war einfach zu voll. Ein klassischer Fall von kann man genau 1 Mal machen.
Nach dem überfüllten Markt und der Wanderung am Berg waren wir auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen. Der Park um den Kaiserpalast etwas nördlich des Marks war ein guter Ort um zu entspannen. Wir haben uns unter den riesigen alten Bäumen in den Schatten gesetzt und die Stille genossen denn dort war im Vergleich zum Markt einfach niemand.
Gut erholt haben wir dann noch die letze Stunde der Öffnungszeiten des Kyoto Kaiserpalast genutzt und waren deshalb auch fast alleine dort.
Der Palast war von 794 bis 1869 der offizielle Sitz des japanischen Kaisers, bevor die Hauptstadt nach Tokyo verlegt wurde. Die heutigen Gebäude sind größtenteils aus dem 19. Jahrhundert da alles mehrfach durch Feuer zerstört aber jedes Mal neu aufgebaut wurde.
Als krönenden Abschluss des Tages gab es mal wieder extrem leckere Ramen. Die Brühe wurde bei denen wohl gemacht indem sie die Knochen so lange gekocht hat bis sie sich quasi von selbst auflösen.
Kleiner Fun-Fact am Ende: Man bestellt in Japan sehr auf an Automaten und gibt dann den Zettel von der Maschine an die Bedienung die meistens schon direkt neben einem wartet.


























































