#4: Nara - Rehe ohne Ende

Von Kyoto aus nahmen wir frühmorgens den Zug nach Nara, wo wir den Kofukuji-Tempel besichtigten. In der Mainhall gab es eine Ausstellung von Figuren in deren Mitte ein großer goldener Buddha saß (leider durfte man drinnen keine Fotos machen, darum hier nur Bilder vom Tempel).

Danach ging es in den Nara-Park, in dem sehr viele Rehe wohnen. Sie sind zahm und sehr hungrig und freuen sich über Touristen, die sie mit Reh-Keksen füttern (die kann man dort kaufen). Wenn die Kekse allerdings leer sind oder sie der Meinung sind man gibt ihnen zu wenig Kekse oder teilt sie nicht schnell genug aus, können sie einem unter anderem auch in den Po beißen.
Bei unserer Snackpause, es gab Matcha-Mochi mit Ankofüllung (rote Bohnen), haben wir nur Besuch von zwei schüchternen Rehen bekommen, die zwar trotzdem unser Essen wollten aber Abstand gehalten haben.

Weiter ging es durch den Park zu einem riesigen Holztor (Nandaimon-Gate), das Haupttor zu dem Todai-ji Tempel. Das Tor ist das größte Eingangstor zu einem Tempel in Japan. Es beherbergt zwei Schutzgötter, die ebenfalls aus Holz gefertigt sind, jeweils rechts und links im Tor.

Durch das Tor hindurch gelangten wir zu dem Todai-ji Tempel mit einer beeindruckenden Haupthalle, doch das Innere der Haupthalle war um einiges beeindruckender.
In der Mitte sitzt ein riesiger Buddha aus Bronze, ganze 15 Meter ist er hoch, mit Sockel 18m.
Beim Herumlaufen hatten wir das Gefühl, dass der Buddha noch größer und beeindruckender wird, je öfter wir ihn angeschaut haben.

Nach diesem unglaublichen Erlebnis, führte uns unser Weg weiter durch den Park, vorbei an noch mehr Rehen und einem kleinen Restaurant, in dem wir uns mit leckeren Ramen stärkten.

Der Weg zum Kasuga-Taisha Schrein war gesämt mit Stein-Laternen. Im Schrein selbst hängen über 3000 Laternen aus Bronze. Zweimal im Jahr gibt es ein Festival bei dem alle Lampen entzündet werden. Zur Demonstration gab es einen kleinen Raum in dem ein paar Lampen geleuchtet haben. Allein das war schon wunderbar, da kann man sich nur vorstellen, wie toll das Festival aussehen muss, wenn über 1000 Laternen brennen.
In der Mitte des Schreins steht ein riesiger Baum der angeblich über 1000 Jahre alt ist und schon beim Bau des Schreins, ca. 768 n. Chr, gewachsen ist.

Wieder zurück am Hotel, wurde der Abend mit leckeren Tacos eingeläutet, darunter auch L.A.-Tacos mit Pommes. Es gab auch einen restauranteigenen Schrein, an dem wir unsere Wünsche aufhängen durften.
Nach noch einem Abstecher in einer Craftbeer-Bar und anschließendem Abendspaziergang, ging es nach dem langen Tag ins Bett.

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