#6: Burg Himeji
Los ging der Tag wieder mit einem leckeren Frühstück nebenan, dieses Mal jedoch direkt am Fensterplatz. 
Danach war die Vorfreude riesig, denn es ging mit dem Shinkansen nach Himeji. Im Vergleich zu den Zügen in Deutschland, die oft hinter anderen hinterherdümpeln, können die Shinkansen-Linien die ca. 300 km/h auch ausfahren, da sie sich das Schienennetz nicht mit anderen Zügen teilen müssen.
In Himeji angekommen ging es vom Bahnhof aus zu Fuß Richtung Burg. Schon direkt ab dem Bahnhof präsentiert sich die Burg majestätisch am Ende der breiten Hauptstraße.
Die Hauptburg ist in Spiralenform mit weiteren Mauern und Toren umgeben und hat hoch entwickelte Verteidigungsanlagen, weshalb die Burg als uneinnehmbar galt. Wenn man sich in der Burg bewegt, hat man auch wirklich immer das Gefühl, dass man das Ding nicht angreifen will, weil man immer aus mindestens zwei Richtungen Schießscharten erblickt.
Heute kann man einen großen Teil begehen und bekommt auch einen kleinen Einblick in die Geschichte, jedoch sind fast alle Räume leer, was etwas schade war.
Nachdem wir zuerst in den Gemächern der Dame des Hauses waren, ging es zur Hauptburg selbst, die wegen ihres strahlend weißen Putzes wohl auch “Weißer Reiher” genannt wird. Sie ist eine der wenigen Burgen Japans, die im Originalzustand erhalten geblieben ist und zählt seit 1993 als UNESCO-Weltkulturerbe.
An den Verzierungen der Dachziegel erkennt man übrigens, aus welcher Zeit diese stammen, denn jeder Besitzer hatte sein eigenes Symbol.
Hier sieht man auch nochmal, dass wirklich an einiges gedacht wurde, z. B. können hochkletternde Angreifer durch die Löcher mit Steinen beworfen werden.
Im Inneren überrascht die Burg mit ihrer schlichten Bauweise. Statt prunkvoller Räume gibt es vor allem viel dunkles Holz, riesige Balken und Stockwerk für Stockwerk steile Treppen nach oben.
An den Wänden gibt es viele Halterungen für Waffen und kleine Verstecke, in denen sich Samurai bei Angriffen verstecken konnten, um Eindringlinge zu überraschen.
Ganz oben angekommen wird man mit einem fantastischen Ausblick über Himeji und die umliegenden Berge belohnt. Auf dem Dach thronen zwei goldene Shachihoko - mythische Fisch-Wesen, die der Legende nach die Burg vor Feuer schützen sollen.
Beim Abstieg geht es dann wieder auf anderem Wege und durch mehrere Tore wieder nach draußen.
Zurück am Bahnhof hat uns der nächste Shinkansen dann noch mit in Richtung Hiroshima genommen.
Als kleinen Snack für die Fahrt hatten wir noch zufällig frisch gemachte Imagawayaki gefunden. Das sind kleine, weiche Pfannkuchen mit Füllung und es gibt die Option mit weißer oder roter Bohnenpaste (Anko). Da man sie frisch bekommt, waren sie noch warm und wollten natürlich direkt gegessen werden.




































