#8: Itsukushima
Heute ging es etwas aus Hiroshima hinaus, und zwar zur Insel Itsukushima, die auch oft Miyajima (“Schrein-Insel”) genannt wird. Zuerst ein gutes Stück mit der Bahn und dann mit der Fähre auf die Insel. Die Überfahrt ist sehr kurz, aber man merkt schon an den (mindestens) 4 Fähren, dass die Insel ein beliebtes Touristenziel ist.
Auf der Insel angekommen liefen wir erstmal an der Promenade entlang Richtung Schrein. Auch hier gibt es, wie schon in Nara, freilebende Rehe. Im Gegensatz zu Nara sind sie hier aber deutlich entspannter, weil sie nicht gefüttert werden dürfen.
Das Torii ist das Wahrzeichen der Insel und steht ein paar Meter vor dem eigentlichen Itsukushima-Schrein im Meer. Bei Flut kann man sich mit ein wenig Fantasie vorstellen, dass das Tor auf dem Wasser schwebt, und bei Ebbe kann man zu Fuß hinlaufen.
Vom Schrein aus ging es weiter zum Daishō-in, dem ältesten Tempelkomplex der Insel. Am Eingang wird man von zwei Schutzgöttern im Torhaus begrüßt. Drinnen hat der Tempelkomplex sehr viele kleine Details, was den Tempel unserer Meinung nach zu einem der schönsten bisher macht. Man findet geschnitzte Drachen über den Türen, hunderte kleine Buddhas an den Wänden, eine dunkle Halle voll mit Lampen und draußen gefühlt tausend kleine Jizō-Statuen mit roten Strickmützen. Außerdem gab es unter der Haupthalle einen fast komplett dunklen Gang, der die Wiedergeburt erfahrbar machen soll.
Vom Daishō-in aus startet auch unser Wanderweg auf den Misen, den höchsten Berg der Insel mit etwas mehr als 500m. Der Weg führt erst über viele Steinstufen durch den Wald bergauf und es gibt immer wieder ein paar schöne Ausblicke durch die Bäume hindurch. Weiter oben gibt es nochmal einen kleinen Tempelkomplex mit Wächter-Tor und verschiedenen Schreinen.
Am Gipfel angekommen wird man dann mit einem fantastischen Rundumblick belohnt. Man sieht viele kleine Inseln, die Berge der Hauptinsel aber auch die Skyline von Hiroshima in der Ferne.
Beim Abstieg geht es auf einer anderen Route wieder bergab durch sehr ruhigen Wald und vorbei an weiteren kleinen Statuen.
Auf halbem Weg hatten wir dann auch noch das Glück, wilde Affen zu sehen, die sich gerade einen Schluck Wasser gegönnt hatten. Nur weil sie sich gerade auf den Rückweg gemacht haben, sind sie uns aufgefallen. Itsukushima ist neben den Rehen nämlich auch für seine wilden Japan-Makaken bekannt, die aber deutlich scheuer und schwer zu erwischen sind.
Spot-the-Monkey-Challenge:
Als wir wieder unten ankamen, hatte das Torii inzwischen trockene Füße bekommen und man konnte direkt zu Fuß über den nassen Sand bis zum Tor laufen. Es ist wirklich beeindruckend, wie groß das Tor ist, wenn man direkt vor dem massiven Holzwerk steht.
Mit der Fähre und der Bahn ging es danach wieder zurück nach Hiroshima. Kleines spannendes Detail am Hauptbahnhof: dort ist nämlich eine Tram-Haltestelle direkt ins Gebäude integriert.
Als Belohnung für die Wanderung gab es zum Abendessen Fisch-Ramen mit einer hellen, klaren Brühe. Diese war sehr fein und anders als die gehaltvollen Schweineknochen-Ramen, die wir bisher hatten.































