#9: Fukuoka Tag 1 - Tōchō-ji und Canal City
Mit dem Shinkansen ging es weiter in den Westen nach Fukuoka, der größten Stadt auf der Insel Kyūshū, auf der wir die nächste Zeit verbringen werden.
In Japan wird sehr gerne mit berühmten Mangas/Animes oder Spielen geworben, wie zum Beispiel einem One Piece Shinkansen, der zwischen Osaka und Fukuoka verkehrt. Das Plakat dafür sah aber schon ziemlich liebevoll gestaltet aus und zeigt ein paar Sehenswürdigkeiten, die auf der Strecke liegen (eine davon war sogar schon hier in einem vorherigen Eintrag zu sehen).
An den Bahnsteigen findet man übrigens auf dem Boden immer die Markierungen, wie man sich denn hier anstellen soll. Schon ganz praktisch, so muss man den Türen am Zug nicht hinterherlaufen und es gibt kein Gedrängel, was alles viel entspannter macht.
In Fukuoka angekommen, ging es als erstes zum Tōchō-ji, einem der ältesten Tempel der Stadt. Die fünfstöckige rote Pagode war sehr hübsch, wie auch der 10 Meter große, sitzende Buddha aus Holz im Hauptgebäude nebenan.
Als wir dem Buddha den Rücken gekehrt haben, fiel uns eine kleine Ansammlung an kleinen Tierchen auf. Da hat wohl jemand die zwölf Tierkreiszeichen als kleines Detail nett aufgereiht.
Vom Tempel aus gings gemütlich in Richtung Innenstadt.
Wenn man so durch die Straßen schlendert, fallen einem immer wieder die Stoffvorhänge an den Eingangstüren auf.
Diese heißen Noren und es gibt sie von minimalistisch z.B. in weiß mit dem Namen des Ladens bis bunt und “könnte auch ein Gemälde sein”.
Wenn Noren in der Türe hängen, dann bedeutet es, dass der Laden geöffnet hat.
Unser nächstes Ziel war die Canal City Hakata, ein riesiges Shoppingcenter mitten in der Stadt. Das Gebäude ist architektonisch auf jeden Fall spannend gestaltet mit den gewölbten Fassaden und dem kleinen Kanal, der sich durch das Gebäude zieht.
Japan ist ja bekannt für seine Mangas und Animes und das zeigt sich auch sehr gut in dem Shoppingcenter. Neben den klassischen Bekleidungsläden gibt es auch Anime-Läden mit hochwertigen Modellen und Postern, aber vor allem ganz viel, was man bei uns als Schnickschnack bezeichnen würde.
Ein riesiges Ding, das man immer wieder sieht, hört auf den Namen Gundam. In dieser Sci-Fi-Welt dreht sich alles um Mechs, also von Menschen gesteuerte Kampfroboter. Natürlich findet man in einem so großen Shoppingcenter auch einen Laden, der das als einziges Thema hat, und man kann dort die Figuren mit all ihren sehr schönen Details bestaunen. Die Figuren werden nämlich von Hand zusammengebaut und auch selbst bemalt, das heißt, man kann sich künstlerisch austoben und wie gut oder schlecht sie aussehen, liegt dann an den persönlichen Fähigkeiten.
Nach dem Bummeln ging es zum Flughafen, um unser Auto für die nächsten Tage abzuholen, denn die nächsten Tage soll es etwas mehr aufs Land gehen. Links fahren war nicht so ein großes Problem, aber die Tatsache, dass Blinker und Scheibenwischer auch getauscht waren, schon. Wie das aussah, könnt ihr euch bestimmt vorstellen…
Den Abend ließen wir in einer Izakaya in der Nähe der Unterkunft ausklingen. Es gab eine bunte Mischung aus verschiedenen kleinen Tellern: gedämpften Kohl, Hühnerherzen, Hühnerinnereien, Bauchspeck-Röllchen, Edamame und noch vieles mehr, was wir aber schneller gegessen haben, als wir fotografieren konnten.
Auf dem Heimweg haben wir dann schon mal angefangen, Schafe zu zählen.






















